Die Kandidaten des Innovationsforums 2020 kurz vorgestellt (Teil 2): moio.care

Auch zur zweiten Pflegefortbildung des Westens am 17. September in den Kölner Sartory-Sälen wird – wie bei der Premiere im Vorjahr – ein Innovationsforum stattfinden. Hierbei können bis zu zwölf junge Start-ups sowie etablierte Unternehmen aus der Pflege- und Medizinbranche ihre neuartigen und innovativen Produkte präsentieren. Und die Kongress-Teilnehmer bestimmen bei der Schlussabstimmung den Sieger.

Bis zum Kongress stellen wir Ihnen sukzessive die teilnehmenden Unternehmen vor. Nach dem Auftakt in der Vorwoche mit De Beleef TV aus den Niederlanden geht es in unserer Serie mit dem zweiten teilnehmenden Unternehmen weiter – der MOIO GmbH mit ihrer Entwicklung moio.care.

MOIO.CARE – MOIO GMBH

„Da sein, wenn es drauf ankommt“, das verspricht das Pflege-Assistenzsystem „moio.care“, kurz für „Mobile Intelligent Observer“. Entwickelt hat es die MOIO GmbH, ein 2017 gegründetes Start-up aus Fürth. Das flache, weiche und flexible Sensormodul, entwickelt mit einer Hochschule und einer Diakonie-Einrichtung, trägt der Bewohner oder zu Pflegende am Körper – entweder per Klettpflaster, Bauchband oder selbsthaftender Pflastertasche. Es gibt den Betreuern einen Überblick über die Aktivitäten des Betrauten und eventuelle Zwischenfälle mit Handlungsbedarf. Das moio.care System richtet sich dabei sowohl an häuslich pflegende Angehörige als auch an stationäre, sowie ambulante Pflegeeinrichtungen.

So sendet das Modul Signale für eine notwendige Lagerung, falls sich der zu Pflegende nicht ausreichend im Bett bewegt hat; informiert über Aufstehversuche oder Stürze, liefert ein Mobilitätsprotokoll, um das tägliche Volumen an Bewegung und körperlicher Aktivität des Patienten einschätzen zu können. Auf Wunsch informiert es auch über das Verlassen zuvor definierter Aufenthaltszonen und liefert bei Bedarf den Standort des Trägers. Die gewonnenen Daten können einfach an die elektronische Pflegedokumentation angebunden werden.

Computergenerierte Darstellung von moio.care
Computergenerierte Darstellung von moio.care.

So trägt das System zu ein bisschen mehr Freiheit und Selbstbestimmung für beide Seiten bei, weil es nicht mehr notwendig ist, beispielsweise Patienten mit „Hinlauftendenzen“ ständig persönlich zu überwachen oder durch Sicherungssysteme ihren Aktionsradius einzuschränken. Zugleich entfallen bei den Betreuern zeitraubende Routine-Kontrollaufgaben; sie gewinnen mehr Zeit fürs Wesentliche. Und da das Gerät sehr unauffällig unter der Kleidung getragen wird, entsteht keine Stigmatisierung.

HIER erreichen Sie die Website von moio.care.